Lebendige Geschichte

Tag der offenen Tür auf der Dombaustelle am 5. Juni

Hildesheim (bph) Die archäologischen Ausgrabungen im Hildesheimer Dom haben das Wissen um die Entstehung von Stadt und Bistum Hildesheim enorm erweitert. Interessierte können sich nun selbst ein Bild dieser Funde machen beim siebten UNESCO-Welterbetag am Sonntag, 5. Juni. Zwischen 12 und 17 Uhr bietet das Bistum im halbstündigen Rhythmus verschiedene Führungen an. Zu sehen sind auch die Dombaustelle und der Kreuzgang.

Baustelle Dom Westeingang

Die Sanierung des Doms macht Fortschritte;
Bild: bph

Diözesankonservator Prof. Dr. Karl Bernhard Kruse führt die erste Gruppe um 12 Uhr. Danach folgen im unregelmäßigen Wechsel der Hildesheimer Generalvikar Dr. Werner Schreer, der emeritierte Weihbischof und Bauherr Hans-Georg Koitz sowie Dr. Konrad Deufel, Vorsitzender des Dombauvereins und der Direktor der Dom-Museums Prof. Dr. Michael Brandt. Treffpunkt ist jeweils die Sakristei neben dem Bischöflichen Gymnasium Josephinum. Die Zahl ist auf 20 Personen pro Führung beschränkt.

Um 12, 13.30, 15 und 16.30 Uhr führt Dr. Ulrich Knapp zudem durch den Kreuzgang hinter der Domapsis, der mit seinen Steinen und Epitaphien zu den interessantesten Orten am Domhof gehört. Der Eintritt zu diesen Führungen ist frei.

Ebenfalls kostenlos kommen Besucher an diesem Tag zum 1000jährigen Rosenstock. Dort verfing sich nach der Legende ein Marienreliquiar, das dem damaligen Kaiser Ludwig dem Frommen als Zeichen diente, um dort eine Kapelle zu bauen, die Keimzelle des späteren Doms und Bistums. In der Annenkapelle neben dem Rosenstock wird eine kleine Ausstellung mit Fundstücken aus den archäologischen Grabungen zu sehen sein.

Für das leibliche Wohl sorgt an diesem Tag ein Grillstand auf dem Domhof samt Bierwagen. Außerdem bietet das Bistum kindgerechte Führungen an, die den Jungen und Mädchen auf leicht fassbare Weise Geschichte nahe bringen.