Gut beschirmt

18.04.2011

Ministerpräsident David McAllister ist neuer Schirmherr der Domsanierung

Hildesheim/Hannover (bph) Die Sanierung des Hildesheimer Doms steht unter einem neuen Schirmherren: David McAllister, der Niedersächsische Ministerpräsident, hat dieses ehrenvolle Amt von seinem Vorgänger Christian Wulff übernommen, der die Schirmherrschaft als Bundespräsident ablegen musste. Domdechant Weihbischof em. Hans-Georg Koitz, Generalvikar Dr. Werner Schreer und Claudia Schröder, stellvertretende Vorsitzende des Dombauvereins, bedankten sich bei einem Besuch in der Staatskanzlei Hannover am Montagabend persönlich beim Ministerpräsidenten und überbrachten ihm einen „Domschirm“ mit dem Logo der Domsanierung.

 Claudia Schröder, stellvertretende Vorsitzende des Dombauvereins, Weihbischof em. und Domdechant Hans-Georg Koitz, Generalvikar Dr. Werner Schreer

Ministerpräsident David McAllister (2. von
rechts) mit (von links): Claudia Schröder,
stellvertretende Vorsitzende des
Dombauvereins, Weihbischof em. und
Domdechant Hans-Georg Koitz, Generalvikar
Dr. Werner Schreer; Bild: bph

„Als Niedersächsischer Ministerpräsident habe ich die Schirmherrschaft für das bedeutende und umfangreiche Sanierungsprojekt Hildesheimer Dom sehr gerne übernommen“, sagte Ministerpräsident McAllister bei dem Treffen. „Dieses Projekt hat große Bedeutung für ganz Niedersachsen. Der Hildesheimer Dom und die Kirche St. Michaelis sind die ersten niedersächsischen Baudenkmale, die die UNESCO als Kulturerbe der Menschheit anerkannt hat. Sie sind bereits seit 26 Jahren in der Welterbeliste verzeichnet. Dass gleich zwei Kirchen an einem Ort UNESCO-Welterbe sind, ist in Deutschland einzigartig.“

Weihbischof Hans-Georg Koitz als Bauherr der Domsanierung und Generalvikar Dr. Werner Schreer als Projektleiter bedankten sich für die freundlichen Worte des Ministerpräsidenten mit einem Exemplar des Domschirms, den das Bistum neben vielen anderen Produkten in seinem Online-Shop anbietet, um die Domsanierung finanziell zu unterstützen. „Es bedeutet uns viel, dass das Land Niedersachsen und der Ministerpräsident hinter uns stehen“, antwortete der Generalvikar, „dies zeigt uns, wie tief der Dom und seine Geschichte im Bewusstsein der Menschen verankert sind“. Bauherr Koitz lud den Ministerpräsidenten zur Eröffnung des sanierten Doms im Jahre 2014 ein und bot an, ihn dann persönlich durch die Bischofskirche und das neue Dom-Museum zu führen. David McAllister versprach, wenn möglich zur Eröffnung zu kommen.

Der Hildesheimer Dom ist seit Januar 2010 geschlossen und wird bis zum 1.200 Geburtstag von Bistum und Stadt Hildesheim im Jahre 2015 grundlegend saniert. Dabei werden unter anderem Einbauten aus den Jahren des Wiederaufbaus abgebrochen und das romanische Raumgefüge wieder hergestellt. Außerdem baut das Bistum in der angrenzenden Antoniuskirche ein neues Dom-Museum, das den reichen Domschatz zeigen wird, der neben dem Dom und der evangelischen Michaeliskirche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Die Sanierung des Doms und der Neubau des Dom-Museums werden insgesamt rund 29,98 Millionen Euro kosten. Davon übernimmt das Bistum 7,225 Millionen Euro, das Land Niedersachen hat zwei Millionen Euro zugesagt. Den Rest tragen große Geldgeber wie die Europäische Union und verschiedene Stiftungen. Außerdem erhofft sich das Bistum Spenden von Einzelpersonen und hat zudem ein reiches Sortiment von Merchandising-Artikeln aufgelegt, die die Sanierung unterstützen. Dazu gehört auch der Domschirm. Die Artikel können im Internet unter der Adresse domsanierung-shop.de bezogen werden.

Video zur Schirmherrschaft