Grußwort von Staatsminister Bernd Neumann

Bernd Neumann, MdBVor fast einem Vierteljahrhundert, im Jahr 1985, wurde der Hildesheimer Dom mit dem Domschatz und der Kirche St. Michael von der Unesco zum Welterbe erklärt. Aufgrund der einzigartigen Vollständigkeit des Ensembles - von den liturgischen Ausstattungsstücken über die künstlerische Innengestaltung bis zum architektonischen Gesamtbild  - wird in Hildesheim die Bedeutung der Romanik nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa vermittelt.

Der Bund hat es sich zur Aufgabe gemacht, das nationale Kulturerbe in Deutschland für künftige Generationen zu bewahren und zu erhalten. Darum hat sich die Bundesregierung bereits in der Vergangenheit nennenswert an der Instandhaltung des Domes beteiligt. Es ist zu begrüßen, dass nun mit den neuerlichen Restaurierungsmaßnahmen auch der Domschatz als integraler Bestandteil des Unesco-Welterbes würdig neu präsentiert werden soll.

Der Hildesheimer Domschatz gehört zu den großen Kirchenschätzen Europas. Die hier bewahrten Kostbarkeiten aus über 1000 Jahren sprechen nicht nur von der politischen und wirtschaftlichen Strärke des Bistums im Mittelalter, sie sind vielmehr Zeugen für eine ungebrochene Kontinuität des Glaubens, der Grundlage unseres christlich-abendländischen Menschenbildes ist.

Es sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um durch eine würdige Präsentation der reichen Schätze das herausragenden Ensemble des Hildesheimer Welterbes ins rechte Licht zu rücken.

Wenn die Voraussetzungen vorliegen, so wird sich der Bund gerne gemeinsam mit dem Land Niedersachsen dafür einsetzen, dass dieses große Ziel erreicht wird.

Ich wünsche für die Sanierung des Domes viel Erfolg.

 

Bernd Neumann, MdB
Staatsminister bei der Bundeskanzlerin
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien